Der offene Brief der Jungen Union an Angela Merkel ist nur ein stummer Schrei nach Liebe

Die Jusos in Stadt und Landkreis Passau und die Juso-Hochschulgruppe an der Universität Passau haben für den offenen Brief der Jungen Union Passauer-Land an Bundeskanzlerin Angela Merkel nur mitleidiges Kopfschütteln übrig.

“Die dumme Ahnungslosigkeit der Jungen Union macht den CSU-Parteinachwuchs nur lächerlich, da die rechtspopulistischen Parolen mit der Realität der unzähligen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor Ort rein gar nichts zu tun haben”, macht Anna Katharina Kassautzki, Vorsitzende des Juso-Stadtverbands Passau deutlich.

“Mit dem Hirngespinst der unzähligen Wirtschaftsflüchtlinge stellt sich die JU in eine Reihe mit Pegida, AfD und NPD. Auch eine angebliche Gefährdung der inneren Sicherheit ist billige Polemik ohne statistische Grundlage. Die JU verbringt ihre Freizeit lieber mit rechter Stammtischhetze, statt mit offenen Augen durch den Alltag der eigenen Heimat zu gehen”, stellt Eric Tylkowski, Vorsitzender des Juso-Unterbezirks Passau verärgert fest.

“Um sich von den wahren Umständen und der herzlichen Willkommenskultur der Passauer Bürgerinnen und Bürger ein Bild machen zu können, laden wir die Junge Union ein, gemeinsam mit den vielen Helferinnen und Helfern in den Notunterkünften oder am Bahnhof mit den Geflüchteten in Kontakt zu kommen und uns Bürgerinnen und Bürger dabei zu unterstützen, das die Herausforderungen menschenwürdig gemeistert werden”, betont Adrian Malzer, Vorsitzender der Juso-Hochschulgruppe Passau.


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Kommentare: 4
  • #1

    Eine junge Passauerin (Mittwoch, 30 September 2015 21:40)

    Hallo Jusos,

    Finde euren Artikel Beleidigend und nicht Bürgernah !!
    Nehmt euch ein Beispiel an der JU, diese versucht wenigstens die Realität nicht schön zu reden!


    eine arbeitende junge Passauerin

  • #2

    Adrian Malzer (Donnerstag, 01 Oktober 2015 10:59)

    Hallo arbeitende junge Passauerin,
    das einzige, was beleidigend ist, ist die schlimme Situation von Menschen für billigen Populismus auszunutzen, was die junge Union macht. Wir verstecken uns weder vor der Verantwortung noch hinter Pseudonymen, um dagegen etwas zu machen. Wir bieten aber immer gerne einen offenen Dialog an, um Sie vielleicht vom Gegenteil zu überzeugen.

    Beste Grüße

  • #3

    Eine junge Passauerin (Donnerstag, 01 Oktober 2015 19:45)

    Hey Jusos,
    Ich bin schockiert das Ihr zwar "Akademiker" seit aber eure Meinung und Ansichten weit neben der Realität liegen!( Hausaufgabe für heute:
    Berechnen Sie folgendes unter Berücksichtigung der bereits angekommenen und registrierten Flüchtlinge : Kosten für Registrierung , für Polizeieinsätze mit Beamten und Angestellten sowie freiwilligen Helfern, Unterbringungskosten, Kosten für Aus und Weiterbildung, Hygieneartikel, Verpflegung, Zukunftssicherung, medizinische Versorgung Schadensregelung für beschädigte Aufnahmeeinrichtungen usw. )
    Alleine im September 2015 sind so viele Flüchtlinge gekommen wie im Jahr 2014 , diese wollen auch untergebracht , verköstigt und medizinisch Versorgt werden. Wenn Ihr schon für die Zuwanderung seit dann könnt Ihr auch ein Zimmer oder eine Wohnung ( +Taschengeld) der Solidargemeinschaft zur Verfügung stellen .
    Für die Ausbildung für den der zum Teil schulpflichtigen Flüchtlingen werdet Ihr hoffentlich gut auf Kosten der Steuerzahler ausgebildet und wenn Ihr keine Anstellung findet arbeitet Ihr auch hoffentlich ehrenamtlich dafür ! Wenn ihr das umgesetzt habt, bin ich davon überzeugt das Ihr " keine heiße Luft" abgelassen habt!
    Die Akademiker neigen immer dazu das arbeitende Volk als blöde zu bezeichnen , sollten aber wissen das diese wesentlich realitätsnäher sind und keinen theoretischen Hirngespinsten nachjagen.
    Helfen ist ja alles gut und schön, wir können aber nicht allen helfen, und deshalb finde ich es gut, dass die JU die Fakten einfach kritisch anspricht so wie diese einfach sind.
    Ich würde mich in Grund und Boden schämen einen in die rechte Ecke zu drücken nur weil dieser eine andere Meinung zu diesem Thema hat.

  • #4

    Adrian Malzer (Freitag, 02 Oktober 2015 09:46)

    Hallo junge Passauerin,
    die Argumente lasse ich nicht gelten, Sie wissen nicht, wer hinter diesen Aktionen steht und was deren Lebensrealität ausmacht. Ja - ich studiere, arbeite aber nebenbei und engagiere mich, soweit es geht. Im Kern geht es aber um etwas anderes: Sie reduzieren Leid von Menschen auf ökonomische Interessen, die Sie und ich als Steuerzahler nicht spüren. Im Gegenteil, wenn wir so anfangen könnte ich mit den Arbeitsplätzen argumentieren, die durch die Geflüchteten besetzt werden, aber ehrlich gesagt möchte ich das nicht. Der Grund dafür ist einfach der, dass Sie und ich keine negativen Auswirkungen von Migration zu spüren bekommen und der Grund für Missgunst ein diffuses Gefühl von Angst ist über Dinge, die so nicht eintreten werden (das ist übrigens auch der Grund für die Kritik an der JU, und das ist sehr wohl "rechts"). Und bei Ihrem letzten Argument ("Die Akademiker neigen immer dazu das arbeitende Volk als blöde zu bezeichnen , sollten aber wissen das diese wesentlich realitätsnäher sind und keinen theoretischen Hirngespinsten nachjagen.") möchte ich auf mein erstes verweisen, ich bin zwar auf der Uni, wenn Sie sich aber mal die vielen Helferinnen und Helfer ansehen würden Sie feststellen, dass das weit mehr sind als Philosophen, die nur hinter ihrem Schreibtisch sitzen. Nochmal: ich lade Sie gerne ein, einmal mitzukommen und sich das anzusehen, bis dahin scheren Sie nie wieder uns noch die Geflüchteten über einen Kamm sondern machen Sie sich die Mühe, sich einmal ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Wenn wir dabei helfen können - immer gerne.
    Beste Grüße.